Immobilienpreise Hannover

27. August 2026

Die Immobilienpreise in Hannover schwanken je nach Quelle und Stadtteil deutlich. Dieser Beitrag zeigt aktuelle Richtwerte für Wohnungen und Häuser, erklärt die Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen und ordnet ein, wie sich der Markt weiterentwickeln könnte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Immobilienpreis in Hannover liegt für Wohnungen aktuell bei ca. 3.200 bis 3.600 Euro pro Quadratmeter, für Häuser bei ca. 4.000 bis 4.900 Euro.
  • Die Werte unterscheiden sich stark nach Stadtteil: Zoo und Mitte gehören zu den teuersten Lagen, Sahlkamp und Marienwerder zu den günstigeren.
  • Seit 2022 sind die Hauspreise in Hannover phasenweise gesunken, seit 2025 zeigt sich wieder eine leichte Stabilisierung.
  • Die Prognose Immobilienpreise Hannover reicht bis ins Jahr 2027 und hängt maßgeblich von der Zinsentwicklung und dem Neubauangebot ab.
  • In Niedersachsen wurden 2025 rund 10 Prozent mehr Kaufverträge registriert als im Vorjahr, ein Zeichen für eine belebte Marktaktivität.

Wie hoch sind die Immobilienpreise in Hannover aktuell?

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung in Hannover liegt aktuell bei ca. 3.200 bis 3.600 Euro, für ein Haus bei ca. 4.000 bis 4.900 Euro. Die Spanne ergibt sich aus unterschiedlichen Erhebungsmethoden der Anbieter.

Portale wie ImmoScout24 werten in erster Linie Angebotspreise aus Inseraten aus, nicht tatsächlich erzielte Kaufpreise. Das erklärt, warum die Preise je nach Quelle leicht abweichen, auch wenn die grobe Richtung übereinstimmt.

Innerhalb Hannovers ist die Preisspanne groß. Die teuersten Wohnungen erreichen Werte von über 6.500 Euro pro Quadratmeter, die günstigsten liegen unter 2.000 Euro. Bei Häusern reicht die Spanne von knapp unter 3.000 Euro bis über 8.000 Euro pro Quadratmeter, abhängig von Lage, Baujahr und Zustand.

Unterschiede nach Stadtteil

Zoo, Mitte und Kirchrode zählen zu den teuersten Lagen der Stadt. Hier führen zentrale Anbindung, historische Bausubstanz und die Nähe zu Grünflächen wie der Eilenriede zu überdurchschnittlichen Quadratmeterpreisen.

Auf einer Immobilienpreise Hannover Karte lassen sich solche Preisunterschiede zwischen den Lagen unmittelbar nachvollziehen. Günstiger kaufen lässt es sich in Stadtteilen wie Sahlkamp oder Marienwerder. Beide liegen weiter außerhalb des Zentrums, bieten dafür aber oft mehr Wohnfläche für das gleiche Budget.

Wer eine konkrete Lage einschätzen möchte, erhält bei einem erfahrenen Immobilienberater in Hannover einen realistischen Anhaltspunkt für den eigenen Stadtteil.

Wie hat sich der Markt entwickelt?

Die Entwicklung der Immobilienpreise in Hannover zeigt in den vergangenen Jahren keine gerade Linie. Nach den Höchstständen 2022 sind die Preise für Häuser zunächst spürbar gefallen, seit 2024 und 2025 stabilisieren sie sich auf einem etwas niedrigeren Niveau als im Boomjahr 2022.

Bei Wohnungen war der Rückgang moderater. Aktuelle Daten deuten sogar auf eine leichte Erholung hin: Im Jahresvergleich sind die Wohnungspreise in mehreren Auswertungen wieder minimal gestiegen, während Hauspreise regional unterschiedlich reagieren.

Diese Bewegung passt zum landesweiten Bild. Im Jahr 2025 wurden in Niedersachsen laut dem Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte rund 94.600 Kaufverträge registriert, ein Anstieg von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das spricht für eine wieder aktivere Marktlage nach einer Phase der Zurückhaltung.

Wie geht es 2027 weiter?

Die Prognose hängt vor allem von der Zinsentwicklung und dem knappen Neubauangebot ab. Bundesweit rechnen mehrere Marktbeobachter für 2027 mit einer vorsichtigen Erholung nach der Preiskorrektur der Jahre 2022 bis 2024, allerdings auf einem historisch noch moderaten Niveau.

Die Zinsentwicklung verlief zuletzt uneinheitlich. Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins bis Mitte 2025 mehrfach gesenkt, was Finanzierungen zwischenzeitlich günstiger machte. Geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise ließen die Bauzinsen 2026 anschließend wieder in Richtung 4 Prozent steigen, was die Nachfrage erneut dämpfen könnte. Aktuelle Beschlüsse und Prognosen sind auf der Website der Europäischen Zentralbank einsehbar.

Auf der Angebotsseite bleibt der Wohnungsbau bundesweit deutlich unter dem Bedarf, was die Preise mittelfristig stützt. Für 2027 gehen mehrere Analysen von einem Preisniveau aus, das über dem Tiefpunkt von 2024 liegt, den Höchststand von 2022 aber noch nicht wieder erreicht. Für Hannover ist ein ähnliches Muster wahrscheinlich: eine Seitwärtsbewegung mit leichtem Aufwärtspotenzial, sofern die Zinsen nicht deutlich weiter steigen.

Was bedeutet das für Käufer und Verkäufer?

PerspektiveChanceRisiko
KäuferGrößere Auswahl durch mehr Kaufverträge, moderatere Hauspreise als 2022Finanzierungskosten bleiben zinsabhängig
VerkäuferStabile bis leicht steigende Wohnungspreise in vielen LagenRealistische Preisfindung nötig, Angebotspreise oft höher als erzielbare Kaufpreise

Käufer profitieren aktuell von einer breiteren Auswahl und Preisen, die unter dem Niveau von 2022 liegen. Wer finanzieren muss, sollte die Zinsentwicklung im Blick behalten, da sie die monatliche Belastung stärker beeinflusst als kleinere Preisschwankungen.

Verkäufer sollten den eigenen Angebotspreis realistisch an tatsächlich erzielten Kaufpreisen in der jeweiligen Lage ausrichten, nicht an den höchsten Inseratspreisen im Stadtteil. Beim Immobilie verkaufen in Hannover profitiert man von einer fundierten Bewertung der konkreten Immobilie, die mehr Klarheit schafft als ein pauschaler Quadratmeterwert.

FAQ zum Immobilienpreis Hannover

Der Verkehrswert einer einzelnen Immobilie wird durch ein individuelles Wertgutachten ermittelt, nicht durch statistische Durchschnittswerte. Ein solches Gutachten berücksichtigt Lage, Zustand, Baujahr, Ausstattung und vergleichbare Verkäufe aus der Kaufpreissammlung des zuständigen Gutachterausschusses. Die Kosten für ein umfassendes Verkehrswertgutachten liegen üblicherweise bei ca. 1.000 bis 3.000 Euro, abhängig vom Umfang und der Komplexität des Objekts. Für Bank- oder Gerichtsverfahren ist ein solches Gutachten oft verbindlich vorgeschrieben, während für eine erste Orientierung häufig eine kostenlose Online- oder Maklerbewertung ausreicht. Die Immobilienpreise Hannover Entwicklung zeigt zwar allgemeine Trends je Stadtteil, ersetzt aber kein individuelles Gutachten für die eigene Immobilie.

Der offizielle Bodenrichtwert für Grundstücke in Hannover wird im Geoportal BORIS.NI des Landes Niedersachsen veröffentlicht. Zuständig für die Ermittlung ist der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Region Hannover, der die Werte anhand tatsächlicher Kaufpreise aus seiner Kaufpreissammlung berechnet. Die Aktualisierung erfolgt turnusmäßig, üblicherweise im Abstand von ein bis zwei Jahren, jeweils zu einem festen Stichtag. Der Bodenrichtwert gilt pro Quadratmeter unbebauter Grundstücksfläche innerhalb einer definierten Bodenrichtwertzone und dient vor allem als Grundlage für steuerliche und finanzielle Bewertungen, nicht als bindender Verkaufspreis. Wer die Entwicklung Immobilienpreise Hannover über mehrere Jahre nachvollziehen möchte, findet über die historischen Bodenrichtwerte im Portal ebenfalls einen Anhaltspunkt.

Die Grunderwerbsteuer in Niedersachsen und damit auch in Hannover beträgt 5,0 Prozent des Kaufpreises. Sie wird nach Abschluss des notariellen Kaufvertrags vom Finanzamt festgesetzt und ist vor der Eintragung ins Grundbuch zu zahlen. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro fallen damit 20.000 Euro Grunderwerbsteuer an. Die Steuer trägt in der Praxis in aller Regel der Käufer, auch wenn gesetzlich beide Vertragsparteien haften. Neben der Steuer lohnt sich auch ein Blick auf die Immobilienpreise Hannover Prognose, da sie Rückschlüsse auf den langfristigen Wert der Immobilie zulässt.

Beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern gilt seit Dezember 2020 das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt grundsätzlich auch die Provision. Beauftragt der Verkäufer den Makler und soll der Käufer sich beteiligen, darf dessen Anteil höchstens die Hälfte der vereinbarten Gesamtprovision betragen. Die genaue Höhe der Maklerprovision ist in Niedersachsen nicht gesetzlich festgelegt und daher frei verhandelbar, üblich sind Gesamtprovisionen im mittleren einstelligen Prozentbereich des Kaufpreises. Beim Wohnung verkaufen in Hannover sollte man die Provisionsaufteilung bereits im Maklervertrag klar regeln.

Einen exzellenten Immobilienmakler erkennt man an nachweisbarer Marktkenntnis der jeweiligen Stadtteile, einer realistischen statt überhöhten Einschätzung des Verkaufspreises, einer sauberen Aufbereitung der Unterlagen und einer klaren, nachvollziehbaren Kommunikation während des gesamten Verkaufsprozesses. Kensington arbeitet als Immobilienmakler in Hannover mit lokaler Marktbeobachtung einzelner Stadtteile und individueller Objektbewertung statt pauschaler Durchschnittswerte. Für eine fundierte Einschätzung des eigenen Objekts empfiehlt sich ein persönliches Gespräch mit einem Makler, der die konkrete Lage, Vergleichsobjekte sowie die Prognose Immobilienpreise Hannover kennt.

Noch Fragen offen?

Wenn Sie überlegen, Ihre Immobilie in Hannover erfolgreich zu verkaufen, beraten wir Sie gerne auf Basis von über 100 vermittelten Immobilien im Raum Hannover.

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Christopher Grein

Christopher Grein ist Immobilienexperte bei KENSINGTON Immobilienmakler. Durch seine Erfahrung in der Vermittlung hochwertiger Immobilien verfügt er über fundiertes Wissen zu Markttrends, Preisentwicklungen und erfolgreichen Verkaufsstrategien. In seinen Blogbeiträgen teilt er praxisnahe Einblicke und vermittelt komplexe Themen rund um Immobilien verständlich und transparent. Sein Ziel ist es, Eigentümern und Interessierten eine verlässliche Orientierung im Immobilienmarkt zu bieten.